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Dorffest mit großem Zapfenstreich zum 80. Geburtstag von Pastor Winfried Henze in Adlum

Adlum (htw). Einen derartigen Andrang hat es im Garten der katholischen Pfarrgemeinde Sankt Georg in Adlum bisher wohl kaum gegeben. Grund dafür war der 80. Geburtstag von Pastor Winfried Henze, der dort in eindrucksvoller Weise gefeiert wurde. Die Pfarrgemeinde und der Kirchenvorstand hatten zu dieser Geburtstagsfeier eingeladen.

Bei idealem Wetter sorgte ein großes Helferteam um den Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates, Christian Hartmann, und dem Vorsitzenden des Kirchenvorstandes, Wolfgang Bruns, für die Bewirtung der über 400 angereisten Gäste, darunter zahlreiche Besucher aus früheren Wirkungsstätten. Pastor Henze selbst genoss sichtlich das Bad in der ökumenischen Menge. Auch aus Jerusalem und Budapest waren Freunde angereist.

Zuvor fand ein feierlicher Gottesdienst in der Kirche statt, der vom Männergesangverein Adlum und vom Bläserchor Sankt Michael Hildesheim musikalisch umrahmt wurde. Die Kinder des Kindergartens Sankt Antonius und des örtlichen Kinderchores sangen ein Geburtstagslied.

Auch die Blaskapelle aus Egenstedt war gekommen, um ihrem Gründungs- und Vereinsmitglied mit Pauken und Trompeten zu gratulieren. Der Harsumer Bürgermeister Gundolf Kemnah zählte eine Reihe von Aktivitäten des Pastors auf, der als Segelflieger, Fußballer, Musiker, Tischler, Zimmermann oder Lederjacken-Kaplan immer seinen Mann gestanden habe. Adlums Ortsbürgermeister Peter-Michael Engelhardt zeichnete ihn auf Beschluss des Ortsrates für seine Verdienste um die Dorfgemeinschaft mit der „1. Adlumer Verdienstnadel“ aus.

Dann gab es aber noch eine faustdicke Überraschung, denn erst zwei Stunden vor der Feier war ein Glückwunschschreiben von Papst Benedikt per Express aus Rom eingetroffen. Den Text der Glückwunschurkunde verlas Obermessdienerin Antonia Dammann. Danach gab es für Henze stehende Ovationen.

Am Abend wurde ihm noch ein heimlicher Wunsch erfüllt. Der Spielmannszug Sankt Hubertus und der Musikverein aus Borsum marschierten in Begleitung zahlreicher Fackelträger der umliegenden Freiwilligen Feuerwehren mit einem Ehrenzug auf dem festlich ausgeschmückten Hof Henze auf, um vor über 300 Zuschauern den großen Zapfenstreich zu zelebrieren.

Zum Schluss der eindrucksvollen Stunde war es ganz still, bevor mit lautem Knall als krönender Höhepunkt ein Höhenfeuerwerk gezündet wurde. Der Förderverein zur Pflege und zum Erhalt der Kirche im Dorf mit seinem Vorsitzenden Hubert Hartmann kann sich freuen, denn auf persönliche Geschenke hatte Pastor Henze verzichtet und dafür um eine Spende für den neuen Förderverein Sankt Georg gebeten.

(„Hildesheimer Allgemeine Zeitung“ vom 19.06.2009)


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